Universitätsstudium / Fachhochschule

Gründe für ein Studium:

  • Für bestimmte Berufe ist eine akademische Ausbildung unabdingbar – z.B. Arzt, Jurist, Lehrer.
  • Arbeiten und lernen Sie gerne eigenverantwortlich und selbstständig? Sind Sie eher ein wissenschaftlicher Typ? Brauchen Sie keine Anstöße von außen um zum Ziel zu kommen? - Dann könnte ein Studium passen.

 

Weiter gilt:

  • Wer studiert, lernt sich selbständig zu organisieren.
  • Im Studium werden wichtige Schlüsselqualifikationen und Soft-Skills vermittelt. Sozialverhalten und soziale Kompetenz kann auf dem Campus gelernt, geübt und ausgebaut werden. Die persönliche Entwicklung wird gefördert.
  • Akademiker sind im Verhältnis zu anderen Berufsgruppen weniger häufig von Arbeitslosigkeit bedroht. Sie sind für höher qualifizierte Jobs geeignet und haben in der Regel ein breiteres Einsatzspektrum.
  • Die Verdienstmöglichkeiten der meisten Akademiker liegen über dem Durchschnitt.
  • In verschiedenen Unternehmen gilt ein Hochschulabschluss immer noch als Voraussetzung für eine Karriere. Ein Studium eröffnet somit zahlreiche Karriereoptionen.
  • Während des Studiums können Sie die unterschiedlichsten Menschen und Länder kennenlernen. Sie beschäftigen sich mit Themen, die Ihren Horizont erweitern werden. Sie machen Erfahrungen, die Sie in Ihrem späteren Job oftmals gut verwerten können.
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Auch wenn die Studienfinanzierung oftmals eine hohe Hürde darstellt, zahlt sich eine Investition in die eigene Bildung langfristig immer aus.

Anmerkung: In allen Bundesländern ist das Studium an öffentlichen bzw. staatlichen Hochschulen mittlerweile ohne Studiengebühren möglich.

Informationen zu den unterschiedlichen Fördermöglichkeiten bieten die Studienberatungsstellen an den Hochschulen. Unter www.das-neue-bafoeg.de finden Sie alles zum BAföG-Thema. Weitere Infos gibt es beim Deutschen Studentenwerk, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und Infos zum Deutschlandstudium findet man unter www.deutschland-stipendium.de.

Die Entscheidung für ein Studium ist gefallen?

Jetzt gilt es die richtige Hochschule für den ins Auge gefassten Studiengang zu finden. Studieren an einer Universität, einer Fachhochschule (auch Hochschule für angewandte Wissenschaften) oder kommt eine andere Hochschulform infrage? Bei der Beantwortung dieser Fragen helfen die Beratungsstellen der Hochschulen und die akademischen Berufsberater/-innen der Arbeitsagenturen.

 

Grundsätzlich gilt für die einzelnen Hochschulformen:

Universitäten / Technische Hochschulen

Hier steht die Forschung, die Theorie im Mittelpunkt. Zudem wird ein sehr breites Fächerspektrum angeboten: Medizin, Sprachen, Geistes- und Sozialwissenschaften, Jura, Sport und Wirtschaft, Natur- und Ingenieurwissenschaften, kleine Spartenwissenschaften u.s.w.

Im Zuge der Umsetzung des Bologna-Prozesses bieten alle Hochschulen die Abschlüsse Bachelor und Master an. Die studentischen Freiheiten, die Auswahl individueller Schwerpunkte und die wissenschaftliche Reflexion des eigenen Studiums waren typische Merkmale für eine universitäre Ausbildung. Dies ist heute anders. Frühestens im Zuge eines Masterstudienganges ist eine individuelle wissenschaftliche Entfaltung möglich. Die vorgeschalteten Bachelorstudiengänge sind dagegen stark verschult, Die Studienstrukturen sind meistens klar vorgegeben.

Die technischen Universitäten bieten vertieft ingenieurswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Fächer an. Ihr Ruf bei der Industrie ist sehr gut.

Spezialisierte Hochschulen wie z.B. die Hochschulen für evangelische und katholische Theologie oder die beiden Universitäten der Bundeswehr sind diesen gleichgestellt.

Die privaten Hochschulen, deren Abschlüsse in der Regel staatlich anerkannt sind, werden von privaten Träger verwaltet. Meistens sind dies Fachhochschulen. Aber es gibt auch einige Universitäten und Kunsthochschulen in privater Trägerschaft. Das Studium ist hier allerdings immer kostenpflichtig.

Um an einer Universität zu studieren, benötigt man in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife.

Bitte beachten: Mit dem Abitur können alle Studiengänge belegt werden, mit dem sog. Fachabitur nur ganz bestimmte. Für viele Studiengänge gibt es Zulassungsbeschränkungen (Numerus Clausus /NC).

Kunst-, Musik- und Sporthochschulen

Sie bieten ausschließlich fachbezogene Studiengänge an. Ohne Talent ist das Studium nicht zu schaffen.

Deshalb ist die Aufnahme immer mit einem entsprechenden Eignungstest verbunden. Hierauf sollte man sich vorher schon langfristig vorbereiten (Sport, Musik intensiv trainieren bzw. üben. Kunst: über Jahre angefertigte Exponate ggf. der einzureichenden Mappe beilegen).

Fachhochschulen / Hochschulen für angewandte Wissenschaften, University of Applied Sciences

Fachhochschulen bilden eher praxisnah aus – für Wirtschaftsunternehmen und Verwaltungen. Die Studenten werden zielgerichtet auf ihre spätere berufliche Tätigkeit vorbereitet. Die Erfahrungen aus der beruflichen Praxis der Professoren und Dozenten fließen in die Ausbildung ein. Das Verhältnis der Studierenden zu ihren Professoren ist intensiver und persönlicher als an der Universität. Die Hochschullehrer kennen ihre Studenten gut. Die Vorlesungen und Seminare sind überschaubar und nicht überfüllt. Der Student wird in jeder Phase seiner Ausbildung begleitet. Er weiß detailliert, welche Fächer er wann, wo und in welcher Form belegen muss. Ein fehlen bei Vorlesungen oder Seminaren fällt auf.

Das Fächerspektrum an den FHs ist dementsprechend geringer ausgebaut. Um an einer Fachhochschule zu studieren, benötigt man die Fachhochschulreife – oftmals wird auch ein fachspezifisches Praktikum als Eingangsvoraussetzung gefordert.

Auch wenn sich die Fachhochschulen aus Gründen des Marketings jetzt häufig nicht mehr FH sondern nur noch Hochschule, oder „University of Applied Sciences“ nennen, am Status einer Fachhochschule nach dem Hochschulrahmengesetz ändert dies nichts.